Renaissance im Extremadura-Lexikon

Nachdem die Romanik und die Gotik sehr spät erst in der Extremadura Anklang fanden, dauerte es auch mit der Renaissance einige Jahre, bis die verbaut wurde. Über einen längeren Zeitraum hinweg vermischte man die gotischen Elemente mit denen der Renaissance und es entstanden beeindruckende Bauten. Am deutlichsten wurden die verschiedenen Einflüsse in der Malerei, wobei in diesem Zusammenhang besonders auf das Kunstwerk von Luis de Morales hinzuweisen ist. Wenn auch die Renaissance erst sehr spät in die Extremadura in Spanien kam, hinterließ sie jedoch viele schöne Bauten, die man bis heute gut besichtigen kann. In dieser Zeit wurden die Kirchen und Kathedralen durch die Gelehrten sehr reformiert und es entstanden prächtige Bauwerke. Auch hier spielten die Militäroden wieder eine sehr bedeutende Rolle, denn sie brachten die Renaissance auf den Vormarsch. In Plasencia ist der alte und der neue Dom ein gutes Beispiel für den neuen Baustil. Angefangen wurde die Umgestaltung um 1498, unter der Führung von Enrique Egas. Es folgten viele Baumeister der spanischen Renaissance, die das Bauwerk vollendeten. Herrliche Gewölbe und zwei paltereske Portale sind hier im Renaissance-Stil entstanden. Neben dem Dom ist aber auch die Fassade des bischöflichen Palastes einen Besuch wert. In der Fassade findet man ein Wappenschild des damaligen Stadtbischofs und die Fassade selbst ist wunderbar erhalten. Von großem historischem Wert ist auch die Kirche Iglesia del Salvador, die eines der schönsten Zivilbauten im Renaissancestil ist. In Mapartida de Plasencia befindet sich die Pfarrkirche San Juan, die ebenfalls von der Renaissance geprägt ist. In der Ortschaft Garganta de Laolla findet man viele volkstümliche Häuser und attraktive Kirchen, die ebenfalls sehr vom Renaissancestil profitiert haben.


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