Merida im Extremadura-Lexikon

Die Hauptstadt der autonomen Region Extremadura ist Merida, die mit ca. 54.000 Einwohnern zur Provinz Badajoz gehört. Unter dem Namen Emerita Augusta war die Stadt im Römischen Reich die Hauptstadt der Provinz Lusitania. Gegründet wurde das heutige Merida im Jahre 25. v. Chr. durch den Kaiser Augustus. Er benutzte sie als Kolonie für im Ruhestand befindlichen Legionäre. Da diese nichts weiter zu tun hatten, entstand hier ein wahrer Bauboom. Es wurden Theater, Amphitheater, Tempel, Brücken und beeindruckende Aquädukte erstellt. Bis zum Untergang des Römischen Reiches war Merida ein wichtiges wirtschaftliches, militärisches und kulturelles Zentrum geworden. Im Mittelalter musste sich die Stadt mehrfach gegen die Überfälle der Vandalen wehren, bis die Stadt zur Hauptstadt des Königreichs der Westgoten wurde.

Von Merida aus regierte man im 6. und 7. Jahrhundert fast das gesamte heutige Spanien und weite Teile von Portugal. Zu Beginn des 20. Jahrhundert entwickelte sich Merida zu einem Knotenpunkt der Eisenbahn und industrielles Zentrum. Auch international wurde die Stadt immer interessanter, da es hier sehr viele archäologische Fundstätten gab. Die vielen Funde der Geschichte waren auch dafür verantwortlich, dass in den 1970er Jahren Merida zur Hauptstadt der Autonomen Region Extremadura wurde. Im Jahre 1993 wurden die archäologischen Stätten der Stadt zum Weltkulturerbe der UNESCO ernannt. Besonders schöne Relikte aus der römischen Zeit ist El Puente Romano, eine römische Brücke die über den Fluss Guadiana führt. Sie war bis in die 1990er Jahre in Gebrauch und gilt als der Ursprung der Stadt, denn sie war ein wichtiger Teil der römischen Kolonie. Die Brücke steht an einer sehr seichten Stelle des Flusses, an der es auch eine kleine Flussinsel gibt, die den Fluss teilt.

Sehenswertes in Medira

In Medira gibt es eine ganze Reihe an Sehenswürdigkeiten, wie die El Puente Romano. Diese römische Brücke führt über den Fluss Guadiana und war bis zum Jahre 1990 in Gebrauch. Die Brücke gilt als der Ursprung der Stadt, die ein wichtiger Teil der römischen Kolonie war. Im 17. Jahrhundert wurde die Brücke erneuert und ist nach weiteren Erneuerungen nach einem Hochwasser mit 792 Metern eine der längsten Brücken aus der römischen Zeit. Eine weitere römische Brüche ist die über den Fluss Albarregas, die 145 Meter lang ist. Sie ist ein Teil der Hauptstraße von Mediras und ist die zweiwichtigste Route der Stadt. Ein weiteres Highlight der Stadt ist der Tempel der Diana, der ein Teil des Forums der Stadt war. Einst war dieser Tempel ein Tempel des Kaiserkultes, in dem die Götter verehrt wurden. Der Name „Diana Tempel" wurde nur irrtümlich vergeben. Gebaut wurde er zwischen dem Ende des vorchristlichen oder zum Beginn des ersten nachchristlichen Jahrhunderts in der augusteischen Epoche. Sehr interessant sind auch die Reste des Circus Maximus, der Pferderennbahn. Sie ist 400 Meter lang und 100 Meter breit und war einst der größte Veranstaltungsort der Stadt. Auch das Amphitheater war und ist ein Highlight der Stadt. Da die Pferderennbahn so groß war, befand sie sich etwas außerhalb und hatte Platz für mehr als 30.000 Zuschauer. Sehenswert ist auch der Aquädukt, der Wasser aus dem Staubecken Proserpina, der sich fünf Kilometer vor der Stadt befand, teils unterirdisch und teilweise oberirdisch in die Stadt brachte. Errichtete wurde er unter Augustus und die Zeitenwende. Erhalten sind viele Bögen, unter anderem einer, der über das Albarregastal führt.

Museen in Merida

Die Emerita Augusta ist die ehemalige Hauptstadt der römischen Provinz Lusitania, die heute Merida heißt. Sie liegt mitten in der autonomen Region Extremadura und ist die Hauptstadt der Region. Merida hat die am besten erhaltenen Denkmäler aus der römischen kulturellen und historischen Vergangenheit. Daher wurde die Stadt im Jahre 1993 auch zum Kulturerbe der Menschen erklärt. Über die ganze Stadt verstreuen sich Theater, Amphitheater Zirkusse, Aquädukte und Tempel, die allesamt aus der römischen Zeit stammen. Nicht weit weg befinden sich römische Stauwerke, die die Stadt schon vor einigen Jahrhunderten mit Wasser versorgten. Bedeutenden Bauwerke sind die Basilika Santa Eulalia sowie die Alcazaber, die maurische Festung, in der man römische, westgotische und maurische Elemente finden kann. Besonders viel von dem historischen Kulturerbe kann man im Nationalmuseum für römische Kunst entdecken. Es wurde von Rafale Moneo gebaut und beinhaltet eine der wichtigsten Sammlungen aus dieser Epoche. Des Weiteren sehr interessant ist auch das Museum für westgotische Kunst und das Forschungszentrum der Kirche Santa Eulalia. Allerdings erzählen die Fundstätten in der freien Natur noch die schönsten Geschichten über die einstige Zeit in der Extremadura. Besonders interessant ist es im Sommer, wenn auf der Bühne des römischen Theaters und des Amphitheaters die Theaterfestspiele statt finden. Weitere Highlights des Terminkalender in Merida ist das Stadtfest, die Feierlichkeiten im September sowie die Karwoche. Bei allen Veranstaltungen werden die alten Traditionen, die die verschiedenen Herrscher mit in das Land brachten ausgiebig gefeiert. Als Besucher wird man aktiv in das Geschen eingebunden, was den Reiz dieser Stadt ausmacht.



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