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Fauna im Extremadura-Lexikon

Neben vielen Pflanzenarten fühlen sich auch viele Tierarten in Extremadura mehr als wohl. Vor allem Vogel sind hier zu Hause und ziehen viele naturbegeisterte Touristen an. Anzutreffen sind in Extremadura vor allem Säugetiere wie Dachse, Rotwild, Gartenschläger, Hasen und sogar Wölfe findet man hier. Des Weiteren sind in den Flüssen und Stauseen die Fischotter zu finden und auch viele nachtaktive Fledermäuse kann man hier bestaunen. In einer großen Anzahl kommen auch die unterschiedlichsten Insektenarten vor. Im Frühjahr und im Sommer findet man sehr viel Schmetterlinge, Käfer und Spinnen sowie viele andere Krabbeltiere. Die meisten der Insekten sind die wichtige Nahrung von Vögeln und Reptilen oder Amphibien, die hier zu Hause sind. Leicht zu beobachten und zahlreich vorhanden sind Geckos, Frösche und Eidechsen sowie einige Schlangen, die man jedoch nur in der warmen Jahreszeit beobachten kann. Urlauber und auch Forscher finden immer wieder viele Spinnarten, die noch nicht näher bestimmt sind. Auch Käfer und viele weitere Insekten sind hier zu finden, die nicht alltäglich sind und daher in vielen Naturkundebüchern nicht beschrieben sind. Allein deshalb ist Extremadura schon einen Besuch wert. Im Frühling und im Sommer findet man in Extermadura hin und wieder die Gottesanbeterinnen und wenn man näher hinschaut, kann man ihr Gelege ganz genau erkennen. Besonders oft findet man aber Hasen, wie den Iberischen Hasen. Aufgrund des angenehmen Klimas und den geologischen Bedingungen haben die Tiere hier einen wunderbaren Lebensraum gefunden. Touristisch ist in Extramadura nicht besonders viel los, sodass die Tiere hier ihren perfekten Lebensraum haben.

Die Vogelwelt von Extremadura

Besonders viele Vogelbobachter aus aller Welt verbringen ihren Urlaub in Extremadura, denn aufgrund der abwechslungsreichen Landschaftsformen, die vielen Tier- und Pflanzenarten ein Zuhause geben, leben hier auch viele Vögel. Zudem sind die Einheimischen hier sehr um den Naturschutz bemüht, sodass man sehr versucht ist, den Lebensraum der Tiere zu erhalten. Vögel beobachten kann man fast das ganze Jahr über in Extremadura. Im Winder findet man vor allem die Kraniche, denn mehr als 60.000 Kraniche fliegen im späten Herbst hier her, um sich in einem milden Klima von Eicheln zu ernähren. Auf ihrem Weg von Afrika nach Mittel- und Nordeuropa sind es ebenfalls viele Vögel, die in Extemadura Rast machen. Zudem findet man viele Brutvögel aus südlichen Gefilden, unter denen sich viele bunt befärbte Bienenfresser und Blauracken befinden. Im Sommer ist es in Extremadura sehr heiß und so findet man vor allem in den frühen Morgenstunden und am späten Nachmittag viele verschiedene Vögel. Die Temperaturen in der Mittagszeit liegen nicht selten bei 40 Grad und mehr, sodass es selbst den Vögeln viel zu warm ist. Im Herbst ist es in der Extremadura wieder sehr lebhaft, denn dann kommen die Zugvögel aus Mittel- und Nordeuropa hier her und machen Rast auf ihrem Weg zu den Überwinterungsgebieten in Afrika. Inzwischen gibt es einige Reiseanbieter in Deutschland, die viele Vogelbeobachtungstouren nach Extremadura anbieten. Auch vor Ort kann man sich geführten Gruppen anschließen, die dann zu den schönsten Ecken des Gebietes führen. In keinem Fall sollte man aber auch bei einem „normalen" Urlaub sein Fernglas vergessen. Bei dieser Artenvielfalt kommen sogar Vogel- unbegeisterte auf den Geschmack.

Störche in der Extremadura

Die Extremadura in Spanien ist bekannt dafür, dass hier sehr viele Vögel einen wunderbaren Lebensraum gefunden haben und auch auf dem Weg nach Afrika machen viele Vögel hier Halt. Besonders sind hier allerdings Störche zu beobachten, denn wenn die Störche in die Extremadura zurückkehren, wird es auf den Dächern richtig eng. Während hier in Deutschland ein Storchennest auf einem Dach ein Besonderheit ist, die sogar ihren Weg in die Nachrichten findet, gehören sie in der Extremadura zum ganz normalen Bild. Da es hier wirklich sehr viel Störche gibt, haben Naturschützer viele Nisthilfen aufgebaut, damit auch jedes Storchenpaar auf seine Kosten kommt und ohne Probleme seine Jungen groß ziehen kann. Einem alten Volksglauben nach, brüten Störche immer nur auf den Häusern, in denen Frieden herrscht. Damit ist die Stadt Caceres wohl eine der glücklichsten und friedvollsten Städte der Welt, denn nirgendwo sonst gibt es so viele Störche wie hier. Die Türme und Dächer von Kathedralen, Klöstern und Adelspalästen sind die Kinderstuben für die wundervollen Vögel. Wenn die Störche im Frühling aus Afrika zurück kehren, erfüllt ihr lautes Geklapper die Gassen der Stadt. Da seit vielen Jahrhunderten schon die Störche hier brüten, wird es niemand wagen, sie von den Dächern zu vertreiben. Es gab sogar Subventionen für die Hausbesitzer, die auf ihrem Dach eines der oft mehrere hundert Kilo schweren Nester hatten. Denn die Schäden waren nicht immer unerheblich. Allein auf dem Glockenturm des romanischen Domes von Santa Maria leben fünf Storchenfamilien und auch der Platz auf den Kirchen San Mateo San Francisco Javier und Santiago wird langsam eng.


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Kurzinformationen


Land: Spanien
Verwaltungssitz: Mérida
Fläche: 41.634 km²
Einwohner: ~1.1 Mio.
Amtssprache: Spanisch
Gliederung: 2 Provinzen