Castanar de Ibor im Extremadura-Lexikon

Die Höhle Castanar de Ibor wurde im Jahre 1997 zu einem Naturdenkmal in der Extremadura ernannt und befinden sich im Gemeindegebiet von Castanar de Ibor. Wie man zu der Höhle kommen kann, erfährt man im Lehrzentrum Centro de Interpretacion, dass sich etwas außerhalb des Ortes, neben einem Olivenhain befindet. Hier kann man sich über viele Facts der Höhle informieren. So wird der geologische Entstehungsprozess der Höhle und die Verkastungsprozesse anschaulich erläutert. Des Weiteren bekommt man hier Informationen über die Bedeutung der Natur und die Umgebung von Ibores. Entdeckt wurde die Höhle im Jahre 1967 eher durch einen Zufall. Ein Bauer bemerkte, dass sein Pflug im Boden versank und nach kräftigem Rütteln wurde so der Eingang zur Höhle freigelegt. Kaum war dies geschehen, rankten sich viele Geschichten um die Höhle, denn aus dem Eingang strömte unheimlich viel Dampf heraus. Die Bevölkerung wurde misstrauisch und hatte auch Angst. Nach vielen Untersuchungen wusste man allerdings, dass es sich hierbei um eine Karsthöhle handelt, die jetzt begann einzusinken. Aufgrund ihrer eigentümlichen Kristallisationen im Innern der Höhe ist die Cueva de Castanaer aus geologischer Sicht sehr interessant und einmalig schön. Zudem ist sie die einzige Höhle ihrer Alt weltweit. Der Eingang ist sehr eng und gelangt vor dort aus in einem Tunnellabyrinth, das rund 2,3 Kilometer lang ist. Durch das System werden viele verschiedene Räume und Kammern miteinander verbunden. Die Formationen schauen auf einen sehr langen Verwandlungsprozess der Karbonate zurück, die für die Zusammensetzung des heutigen Gesteins verantwortlich sind. Überzogen sind die Wände mit Kalzit und Aragonit, die Stalaktiten und Stalagmiten bilden. An vielen Stellen glitzern die Wände zudem sehr beeindruckend.


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