Urlaub im Extremadura-Lexikon
Die Extremadura ist eine sehr ursprüngliche Region und mehr oder weniger ein wilder
Landstrich in Spanien, der immer wieder unterschätzt wird. Wer sich aber einmal dafür
entschieden hat, hier seinen Urlaub zu verbringen, wird es nicht bereuen, denn hier leben
Mensch und Natur in einem wundervollen Einklang. Extremadura ist auch das Land der
Legenden, denn es gibt hier mehr Heilige als alles andere und so ranken sich die
unterschiedlichsten Geschichten um sie. Eines der wichtigsten Attraktionen von Extremadura
ist die schwarze Madonna von Guadelupe, die sich im Kloster von Guadelupe befindet.
Errichtet wurde das gotische Kloster im 14. Jahrhundert auf einer Bergkuppe und ist
malerisch umgeben von Orangenplantagen, Pinien- und Steineichenwäldern zwischen dem
Montes de Toledo und der Sierra de Guadelupe. Das Kloster schaut eher wie eine Festung
aus, als ein Gotteshaus und ist einer der bedeutendsten Wallfahrtsorte in Spanien. Die
Extremadura befindet sich im Südwesten von Spanien und war viele Jahrhunderte lang die
Nahtstellen zwischen dem Königreich von Kastilien und dem islamisch beherrschten Süden.
Nachdem sich im Jahre 1492 die Mauren endgültig unterworfen hatten, wurde die schwarze
Madonna die Schutzpatronin von ganz Spanien. Reist man in die Extremadura ist es wie eine
Zeitreise in das alte und ursprüngliche Spanien. Die Straßen sind von gelbem Ginster gesäumt
und mit Olivenbäumen gespickt. Der Horizont ist unendlich lang und beinhaltet viele Burgen,
Kirchen und Klöster. Beindruckend auch die Naturparke, wie der 20.000 Hektar große Park
von Monfragüe, in dem sich ein Vogelreservat befindet. Faszinierend sind auch die Berge, die
die Extremadura umgeben, die wild und zerklüftet dastehen. Der längste Fluss der Iberischen
Halbinsel ist der Tajo, der sein Bett 100 Meer tief in die verkastete Landschaft gegraben hat.
Natur, Ruhe und Entspannung - in der Extremadura ist das Programm.



