Plasencia im Extremadura-Lexikon
Plasencia wurde zum Ende des 12. Jahrhunderts gegründet und war im Jahre 1186 ein sehr
wichtiges Verteidigungszentrum, aufgrund der sich immer wieder verschiebenden Grenze
zwischen den maurischen und den christlichen Truppen. 1196 wurde Plasencia von den
Almohaden erobert und war bis 1142 eine königliche Stadt. Im Jahre 1488 wurde die Stadt
unter den Schutz des katholischen Königspaares gestellt und war und ist ein Bistum. Im 16.
Jahrhundert ließ einer der Bischöfe den vorhandenen alten Dom erweitern und es entstand
eine sehr prunkvolle neue Kathedrale. Plasencia gewann in den folgenden Jahren sehr an
politischer Macht und wurde zu einem Handelsort. Aus dieser Zeit stammen auch die
wunderbaren Feste und Flohmärkte, die bis heute auf der Plaza Mayor stattfinden. Neben
vielen Zivilbauten, die sehr beeindruckend sind, gibt es viel faszinierende Kirchenbauten.
Auch die Museumswelt ist sehr ausgeprägt. Beeindruckend ist das Museo Etnografico y
Textil Perez Enciso. In diesem Volkskunde- und Textilmuseum werden große Sammlungen
von Woll- und Leinwebearbeiten und eine Brautausstatunng sowie Regionaltrachten
ausgestellt. Im alten Dom befindet sich das Museo Catadralicio. Hier befindet sich eine sehr
wertvolle Sammlung von Gemälden, Skulpturen und Chorbüchern. Im Palast der Marquis von
Mirable kann man zudem eine beeindruckende Sammlung von Waffen und Jagdtrophäen, mit
einem sehr bedeutenden historischen Wert besichtigen. In Pasaron de a Ver kann man eine
Sammlung von Ricardo Pecharronman besichtigen. Die Sammlung befindet sich im Haus der
Familie Garzon aus dem 17. Jahrhundert. In Gervas befindet sich das Museo Perez
Comendador-Leroux, das vortreffliche Skulpturen des berühmten Künstlers zeigt. Hier muss
man auch unbedingt das Judenviertel und die Stadtgebäude besichtigen.



